Diese Folge ist komplett anders: intensiv, unglaublich offen und herzergreifend. Siegfried Gronau ist in Königsberg, im ehemaligen Ostpreußen geboren. Mit 10 Jahren hat er alles verloren, seine Familie und sein Zuhause. Dieser Teil des Deutschen Reiches war die erste Station für die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Menschen, die nicht geflohen sind, starben an Seuche und Unterernährung oder wurden ermordet. Am Leben blieben zum größten Teil nur Kinder. Tausende von ihnen sind in das Nachbarland Litauen gegangen, um nicht vom Hunger zu sterben. Aufgenommen meistens bei den litauischen Bauern, mussten die ostpreußischen Kinder ihre Identität aufgeben, ihre Muttersprache Deutsch vergessen, Litauisch lernen und litauische Namen bekommen. Sonst drohte den Bauern die Deportation nach Sibirien für das Aufnehmen dieser Kinder. In der Folge hört ihr die Geschichte von Siegfried Gronau, sogenanntem Wolfskind. (Erschienen am 22.4.2021)
#64 Litauische Oase mitten in Deutschland
In Westeuropa gibt es nur ein einziges litauisches Gymnasium. Und das liegt in Deutschland – im kleinen Hüttenfeld, 30 km von Heidelberg entfernt. Letztes Jahr feierte die Schule ihr 75-jähriges Jubiläum. Über die Schule damals und heute, über den Anfang, über...











