Das Memelland war vor 100 Jahren noch deutsch. Aber immer mit Litauen verbunden. Hier wohnten Litauer und Deutsche zusammen. Deswegen wurde das Memelland auch noch Preußisch-Litauen oder Kleinlitauen genannt. Von Klaipėda, entlang des Kurischen Haffs und des Flusses Nemunas (zu Deutsch: Memel) bis zur litauischen Stadt Jurbarkas [Georgenburg] – ist der Weg ungefähr 140 km lang. Und da in der Mitte, nahe der Stadt Šilutė oder Heidekrug gab es bewohnbare und von Menschen urbar gemachte Moorgebiete. Moorkolonien wurden sie genannt. Die größte hieß Moorkolonie Bismarck. Heute als Žalgiriai genannt. Da wohnte Charlotte Helene Stagars, die Mutter von Karin Huber, diein dieser Folge ihre Geschichte erzählt.
#66 Ostsee: Warum ist sie so besonders?
Mit etwas Neid blicke ich auf die rund tausend Kilometer lange Ostseeküste in Deutschland, während wir in Litauen nur etwa 90 Kilometer haben. Doch wenn ich das erzähle, höre ich manchmal ein Gegenargument: Litauen hat dafür einen sehr schönen Strand. Das hat auch der...











