Das Memelland war vor 100 Jahren noch deutsch. Aber immer mit Litauen verbunden. Hier wohnten Litauer und Deutsche zusammen. Deswegen wurde das Memelland auch noch Preußisch-Litauen oder Kleinlitauen genannt. Von Klaipėda, entlang des Kurischen Haffs und des Flusses Nemunas (zu Deutsch: Memel) bis zur litauischen Stadt Jurbarkas [Georgenburg] – ist der Weg ungefähr 140 km lang. Und da in der Mitte, nahe der Stadt Šilutė oder Heidekrug gab es bewohnbare und von Menschen urbar gemachte Moorgebiete. Moorkolonien wurden sie genannt. Die größte hieß Moorkolonie Bismarck. Heute als Žalgiriai genannt. Da wohnte Charlotte Helene Stagars, die Mutter von Karin Huber, diein dieser Folge ihre Geschichte erzählt.
#59 In die litauische Seele blicken
In dieser Folge werfen wir einen Blick in die litauische Seele – soweit das überhaupt möglich ist. Was tut Litauer*innen besonders weh? Mit welchen Sorgen kommen sie in die Therapie? Darüber spreche ich mit Jan Hilbig. Er lebt seit fast 20 Jahren in Litauen und...











