Das Memelland war vor 100 Jahren noch deutsch. Aber immer mit Litauen verbunden. Hier wohnten Litauer und Deutsche zusammen. Deswegen wurde das Memelland auch noch Preußisch-Litauen oder Kleinlitauen genannt. Von Klaipėda, entlang des Kurischen Haffs und des Flusses Nemunas (zu Deutsch: Memel) bis zur litauischen Stadt Jurbarkas [Georgenburg] – ist der Weg ungefähr 140 km lang. Und da in der Mitte, nahe der Stadt Šilutė oder Heidekrug gab es bewohnbare und von Menschen urbar gemachte Moorgebiete. Moorkolonien wurden sie genannt. Die größte hieß Moorkolonie Bismarck. Heute als Žalgiriai genannt. Da wohnte Charlotte Helene Stagars, die Mutter von Karin Huber, diein dieser Folge ihre Geschichte erzählt.
#64 Litauische Oase mitten in Deutschland
In Westeuropa gibt es nur ein einziges litauisches Gymnasium. Und das liegt in Deutschland – im kleinen Hüttenfeld, 30 km von Heidelberg entfernt. Letztes Jahr feierte die Schule ihr 75-jähriges Jubiläum. Über die Schule damals und heute, über den Anfang, über...











